Der heutige Beitrag behandelt den kleinen Laden von Hage Ramen in Charlottenburg. Und klein ist er zwar, aber auch sehr besonders. So kann man hier an manchen Sonntagen ein Maid-Cafe erleben, eine Cosplayveranstaltung oder ein Ramenerlebnis der besonderen Art mit “Cold Ramen”. Auch in der äußerlichen Gestaltung des Restaurants (und der Sanitäreinrichtungen!) setzt man auf Authentizität. Aber nun zum Wichtigen:

Der erste Eindruck zählt

Bestellt haben wir uns eine Portion Tan Tan Men (Vegan) und eine Miso mit Fleisch. Ein gutes direkt Vorweg: Die Bestellung erfolgt über einen Zettel, auf dem man alle seine Wünsche ankreuzt. Ebenso die klassischen Getränke, Beilagen und Nachspeisen. Die Speisekarte geht im Gesamtkonzept des Ladens gut auf. Soll heißen: Sie ist genau so gut designed wie der restliche Laden. Besonders für die veganen Varianten hat man sich hier mit dem “impossible Meat” etwas einfallen lassen. Erfreulich und noch mal erwähnen möchte ich, dass sich beim Gesamtkonzept des Ladens Gedanken gemacht wurden. Die Wände sind aufwendig gestrichen, das Logo professionell designed und die Einrichtung stimmig. Alleine deshalb hat man ein angenehmes Gefühl beim betreten des Ramen Restaurants.

Die Nudelsuppen

Das Hage Ramenrestaurant bietet Miso, Shoyu, Torikotsu und Tan Tan Ramen an. Alle Portionen kann man jeweils auch vegan bestellen mit einem einfachen Kreuz auf dem Bestellzettel. Generell ist der Bestellzettel wunderbar unkompliziert und vor allem hygienisch in Corona-Zeiten. Wie schon oben kurz erwähnt aßen wir eine Portion Tan Tan Men (Vegan) und Miso mit Fleisch. Die Portion Miso Ramen schmeckt angenehm mild und auch das Fleisch ist gut gekocht, sodass es seinen Eigengeschmack noch behält. Auch bei der Anrichtung wurde sich Mühe gegeben, weshalb man spätestens beim Servieren Appetit bekommt.

Die Portion Tan Tan Men ist sehr schön scharf, wie es sein soll. Menschen, die nur wenig Schärfe vertragen sollten einen Bogen um diese Ramen Variante machen. Serviert wird sie, aufgrund unseres Wunsches vegan und zwar mit einem (Hack-)Fleischersatz. Das ist unserer Meinung nach suboptimal gewählt, da man mit den Stäbchen das vegane Hack wirklich äußerst schwierig zu fassen bekommt. Hier bietet sich ein anderes Fleischersatzprodukt wahrscheinlich besser an. Ansonsten gibt es noch Algen, Mais und Sojasprossen in der Portion Ramen und man wird davon auch gut satt. Sesam oder Saucen stehen auf den Tischen übrigens auch bereit, falls man das Essen noch etwas verfeinern möchte. Zum Nachtisch essen wir ein paar Dumplings, die auch in Ordnung waren, aber nichts besonderes.

Veganes Tan Tan Men von Hage Ramen

Die Getränkeauswahl ist in Ordnung. Die bestellte Ramune war angenehm gekühlt und die Bedienung hilft auch gern, falls man den besonderen Öffnungsmechanismus der Ramuneflasche nicht kennt. Kalte und Warme Getränke stehen hier für jede Jahreszeit bereit. Ein wenig ärgerlich ist, dass die “Cold Ramen” Varianten nicht auf der Karte mit angegeben sind und man danach fragen muss. Diese Besonderheit sollte man eigentlich auf der Karte angeben, da man sich dafür nicht schämen muss. Bei unserem Besuch waren leider auch die Herrentoiletten gesperrt, weshalb alle auf die Frauentoilette ausweichen mussten.

Eine Flasche Kimura Ramune

Fazit

Das Hage Ramen in Berlin-Charlottenburg ist besonders dann ein besuchenswertes Ausflugsziel, wenn eines der Besonderen Events wie zum Beispiel ein Maid-Cafe, eine Cosplayveranstaltung oder Andere stattfinden. Die Ramenportionen sind lecker und halten, was sie versprechen aber brauchen hier und da noch ein wenig Feinschliff. Die Getränke sind in Ordnung und der Bestellvorgang gut gelöst. Ein besonderes Augenmerk ist die wohl überlegte Einrichtung.

Auswahl: 8/10

Geschmack (Essen): 7/10

Geschmack (Trinken): o.B. (Ohne Bewertung, da nichts Hausgemachtes)

Einrichtung: 9/10

Sanitäranlagen: 7/10

Lage: 6/10

Gesamt: 7/10