– Fazit & Bewertung am Ende –

Das Hako-Ramen Restaurant im Prenzlauer Berg ist zentral im Szeneviertel gelegen und besticht gerade im Sommer mit sonnigen Außenplätzen. Neben ein paar Vögeln oder Passanten kann man hier auch draußen ungestört seine Nudel-Suppe genießen. Nach der Begrüßung durch die Bedienung kann man auch direkt einen Blick in die Speisekarte werfen. Systematische Ordnung ist hier das Stichwort, denn die Karte ist geordnet wie man auch Essen würde: Vorspeise – Hauptspeise – Beilagen und Getränke. Nach dem man sich also einen Überblick verschafft hat, geht es auch schon direkt zum Hauptgericht.

Das Ramensortiment

Hako-Ramen hat über 4 Seiten Ihre verschiedenen Ramensorten im Angebot. Angefangen mit 2 Seiten Traditionellen Suppen wie Tonkotsu, Miso oder Shio geht es weiter über 2 Seiten vegane Nudelportionen die ebenfalls Miso Shio und weitere beinhalten. Wir entscheiden uns an diesem Tag für die Traditionelle Miso und die vegane Miso Variante. Besonders die vegane Option sticht beim Servieren ins Auge, mit 3 Stücken Tofu (oder eher: was wir als Tofu vermuten) die natürlich auch optisch an das Schweinefleisch einer Portion Miso-Ramen angelehnt sind. Beim Probieren sticht allerdings vor allem die Brühe der veganen Miso hervor. Diese ist sehr intensiv geschmackvoll und wäre definitiv auch bei einer normalen Miso Nudelsuppe durchgegangen.

Vegane Misoramen zu der ein Extra-Ei bestellt wurde

Toppings on point

Als Beilagen gab es neben den bereits erwähnten Tofu-Stücken, die in der Speisekarte als “veganer Schweinebauch” aufgeführt sind: Mais, Frühlingszwiebeln, Pak Choi (Chinakohl), Bambus, Sojasprossen und natürlich die Nudeln. Die Tofu-Stücke sind natürlich das “Bread and Butter” des Gerichts, weshalb wir diese zuerst probiert haben. Und während die Brühe hier einiges an Geschmack wieder wettmacht, hätten wir uns ein bisschen mehr von dem Tofu erwartet. Obwohl die Konsistenz gut gepasst hat, war der Eigengeschmack leider nicht besonders stark, weshalb dieser Blickfang nicht die Erwartungen erfüllt hat. Das Pak-Choi leistet dafür einen angenehm erfrischenden Beitrag zum Gesamtgericht. Der Bambus lässt sich super mit den Nudeln essen und da am Ende vor allem der Mais noch übrig ist, wird dieser mit dem Rest der Suppe weggeschlürft. Die Frühlingszwiebeln passen auch gut. Aber das tun sie wohl zu nahezu jedem Ramenrezept. Die Nudeln konnten sehr gut gegessen werden und haben mit der Brühe eine leckere Einheit gebildet. Sie waren nicht zu fest und wurden mit zunehmender Dauer weicher, wie das von guten Ramennudeln erwartet wird.

Anbindung und Ambiente

Bevor weiter auf den Geschmack eingegangen wird, sollten wir uns einmal mit dem äußeren Beschäftigen. Das Restaurant liegt in der Kastanienallee 16, direkt an der Ecke Oderberger Straße und ist nur wenige Meter vom bekannten Berliner “Prater Garten” entfernt. Mit der U2 und der nahe gelegenen U-Bahn-Station Eberswalder Straße und der Straßenbahn hat man eine gute Verkehrsanbindung und das Restaurant ist leicht erreichbar. Im Sommer hat das Restaurant draußen Sitzplätze mit Holzbänken- und Tischen, die die Anzahl an möglichen Personen deutlich erweitert. Diese sollte man eventuell mit Lehnen ausstatten. Gerade für Menschen mit Rückenbeschwerden kann es schwierig sein lange ohne Lehne zu sitzen. Obwohl das Restaurant direkt an zwei vielbefahrenen Straßen liegt, kam uns das nicht störend vor. Wer dennoch auf Straßenlärm verzichten möchte, sollte sich einen innenliegenden Sitzplatz suchen. Interessant an dieser Stelle anzumerken ist es, dass nicht nur im Restaurant an die Wandverkleidung gedacht wurde, sondern auch draußen. So kann man, während man ohnehin auf das Essen wartet die Ramenplakate und Kunstwerke begutachten. Das einzig tatsächlich Störende waren ein paar essende Vögel, die aus einer Vogelfutterstation ein paar Stockwerke über dem Restaurant aßen und das Vogelfutter auch gerne mal gen Erdboden warfen. Da das Team von Hako-Ramen hierfür aber nichts kann, lassen wir das nicht mit in die Bewertung einfließen. Im Restaurant gab es für die Besucher eine Unisextoilette die ruhig etwas ansehnlicher hätte sein können. Die Toilette macht zwar einen sauberen Eindruck, gehört aber nicht zu der “schönen” Sorte sanitärer Einrichtungen.

Das Hako-Ramen Restaurant von Innen

Service & Getränke

Nach etwa 5 Minuten kam eine junge Kellnerin und brachte uns die Karten. Am Tag, als wir da waren, war das Restaurant mäßig gut besucht und uns sind mindestens zwei KellnerInnen begegnet. Wir haben etwa 10 Minuten gebraucht, um unsere Getränke und Speisen auszusuchen und haben daraufhin direkt unsere Bestellung aufgeben können. Nach einigen technischen Schwierigkeiten mit dem Tablet ging auch das. Unsere Vermutung ist, dass die technischen Schwierigkeiten im Umgang mit dem Tablet auf die “Corona-Pause” zurückzuführen sind, da wir kurz nach eben dieser das Ramen-Restaurant besuchten. 5 Minuten nach der Bestellung wurden die Getränke gebracht. Hausgemachte Limonade. Das einzige Getränk bei dem spezifisch darauf hingewiesen wurde, dass es vor Ort gemacht wurde. Die Limonade, die von Ramen-Läden inzwischen gerne angeboten wird, hat uns hier zwar generell gut geschmeckt, z.b. da sie nicht zu sehr gesüßt war und es schön anzusehende Dekorationen gab, allerdings war kaum Kohlensäure vorhanden. Ob das vom Restaurant so gewollt war, oder sie einfach schon lange gestanden hat, konnten wir nicht ausmachen. Neben der Limonade werden allerdings auch noch weitere Traditionelle japanische Getränke wie verschiedene Teesorten oder Ramune angeboten. Bei den Getränken hätten wir uns ein wenig mehr Auswahl gewünscht, wie es das früher mal bei Hako-Ramen gegeben hat. Nachdem wir aufgegessen und getrunken haben, haben wir bezahlt was auch noch mal kleinere technische Schwierigkeiten mit sich brachte und uns verabschiedet. Generell wurde vom Kellnerteam immer auf Freundlichkeit gesetzt und wir haben uns sehr aufgehoben gefühlt.

Die Hausgemachte Limonade

Fazit

Das Hako-Ramen Prenzlauer Berg lockt mit ausgewählten Ramensuppen und sehr guten Angeboten für Veganern. Die Brühe ist lecker und die Nudeln passend. Die Beilagen sind durchdacht und schön angerichtet. Getränke gibt es in ausreichender Auswahl und auch bei der hausgemachten Limonade wurde sich etwas gedacht. Das Restaurant ist in einer guten Lage aber benötigt zumindest auf der Toilette ein paar Schönheitsupgrades.

Auswahl: 7/10

Geschmack (Essen): 8/10

Geschmack (Trinken): 6/10

Einrichtung: 7/10

Sanitäranlagen: 4/10

Lage: 9/10

Gesamt: 7/10